26 Sep 2026
Fünf Jahre GGL unter dem Glücksspielstaatsvertrag 2021: Zahlen, Entwicklungen und regulatorische Forderungen

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat ihren Fünf-Jahres-Rückblick vorgelegt und damit die Phase seit der Gründung im Rahmen des Glücksspielstaatsvertrags 2021 dokumentiert; dieser Bericht fasst zentrale Entwicklungen im lizenzierten Markt zusammen und beleuchtet zugleich die Herausforderungen bei der Aufsicht über illegale Angebote.
Im Zeitraum von 2021 bis 2026 verzeichnete die Behörde einen kontinuierlichen Ausbau des regulierten Sektors, wobei 129 lizenzierte Betreiber und Vermittler insgesamt 229 Websites abdecken; diese Zahlen spiegeln das Wachstum wider, das seit Inkrafttreten des Vertrags beobachtet wird.
Marktentwicklung und Lizenzierung
Beobachter der Regulierungslandschaft stellen fest, dass sich die Anzahl der lizenzierten Anbieter seit 2021 deutlich erhöht hat, während gleichzeitig die Aufsichtsinstrumente ausgebaut wurden; die GGL führte im Jahr 2025 mehr als 600 Überwachungsmaßnahmen durch und prüfte damit die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben in einem breiten Spektrum von Angeboten.
Die Daten zeigen, dass sich der lizenzierte Markt sowohl in Bezug auf Betreiber als auch auf Vermittler vergrößert hat, was auf eine stärkere Integration legaler Angebote hindeutet und zugleich den Rahmen für künftige Anpassungen verdeutlicht.
Intensivierte Durchsetzung gegen illegale Anbieter
Die Behörde hat ihre Maßnahmen gegen nicht lizenzierte Anbieter deutlich ausgeweitet; die Zahl der Verbotsverfahren stieg von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025, was auf eine systematischere Verfolgung illegaler Glücksspielangebote zurückzuführen ist.
Experten der Regulierungsbehörde berichten, dass diese Zunahme durch verbesserte Überwachungstechniken und engere Zusammenarbeit mit anderen Stellen ermöglicht wurde, während gleichzeitig die technische Infrastruktur zur Identifikation unzulässiger Plattformen ausgebaut wurde.
Spielerschutz durch das LUGAS-System
Das zentrale Überwachungssystem LUGAS erfasst mittlerweile 5,3 Millionen Spieler und ermöglicht damit eine umfassende Kontrolle von Spielaktivitäten über verschiedene Anbieter hinweg; diese Datenbasis unterstützt die Behörde bei der Umsetzung von Spielerschutzmaßnahmen und der Früherkennung problematischer Verhaltensmuster.
Die Integration von LUGAS in die tägliche Aufsichtspraxis hat nach Angaben der GGL dazu beigetragen, dass Spielerbewegungen transparenter nachvollzogen werden können, ohne dass dabei einzelne Anbieter isoliert betrachtet werden müssen.

Im laufenden Evaluierungsprozess des Glücksspielstaatsvertrags 2021 fordert die GGL mehr Flexibilität bei der Gesetzgebung; Änderungen benötigen derzeit mehrere Jahre, was die Anpassung an neue Geschäftsmodelle, Technologien und Formen des illegalen Glücksspiels erschwert.
Die Behörde verweist darauf, dass eine schnellere Reaktionsfähigkeit notwendig sei, um auf Veränderungen im Markt reagieren zu können, und dass der bis zum 31. Dezember 2026 erwartete zusammenfassende Bericht hierfür wichtige Impulse liefern soll.
Ausblick auf die Vertragsbewertung 2026
Im September 2026 laufen die Vorbereitungen für den abschließenden Evaluierungsbericht auf Hochtouren; die GGL nutzt diesen Zeitraum, um weitere Erkenntnisse aus den bisherigen Jahren zusammenzutragen und konkrete Vorschläge für eine flexiblere Regelung zu erarbeiten.
Die bisherigen Zahlen und Verfahrensentwicklungen dienen als Grundlage für diese Diskussion, wobei die Behörde auf eine engere Abstimmung zwischen Gesetzgebung und praktischer Aufsicht abzielt.
Fazit
Der Fünf-Jahres-Rückblick der GGL dokumentiert sowohl den Ausbau des lizenzierten Marktes als auch die gestiegenen Anforderungen an die Durchsetzung und den Spielerschutz; gleichzeitig unterstreicht die Behörde die Notwendigkeit, gesetzliche Anpassungen zukünftig schneller umsetzen zu können.
Die bis Ende 2026 erwartete Bewertung des Glücksspielstaatsvertrags wird zeigen, inwieweit diese Forderungen in konkrete Änderungen einfließen.